Leichtbau

Aluminium-Verbundplatten
Bekantung und Bearbeitung im Durchlauf

Die Komplexität von Produkten nimmt zu: eine Vielzahl von modernen Werkstoffen verlangen nach innovativen und flexiblen Lösungen. Hier wurde der Kundenwunsch Aluminium-Verbundplatten mit Alukanten zu bekanten und zu bearbeiten zum Impuls für technische Neuerungen unsererseits. Aluminium-Leichbauplatten [mit zwei unterschiedlichen Verbundsystemen: mit sechseckigem Aluminium-Wabenkern oder als Aluminium-Stegplatte] finden Verwendung in Architektur, Industrie, Transport, Medizintechnik und Displaysystemen.

Ein Team aus IMA-Entwicklungsingenieuren, Vertretern des Kunden sowie der Hersteller der Aluminium-Verbundplatte, des Kantenmaterials, des Klebstoffes und des Klebstoffauftragssystems betreute den gesamten Prozess bis zur Fertigungsreife. Die IMA-Versuchs- und Entwicklungsabteilung setzte die verschiedenen Versuchsreihen in ein schlüssiges Maschinenkonzept aus Standardkomponenten und Sonderaggregaten um. Nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsphase konnte die Kantenanleimmaschine für das Bekanten von Alu-Verbundplatten, auf Basis einer einseitigen Combima SYSTEMS, an unseren Kunden ausgeliefert werden.

 

Das Funktionsprinzip beim Bekanten von Alu-Verbundplatten:
Sandwichplatten - Bekantung und Verarbeitung mit IMA Durchlauf- oder Stationärtechnik

Neue High-Tech-Leichtbauplatten/Compounts werden zunehmend als attraktive Werkstoffe im Möbelbau, Innenausbau und baunahen Bereichen eingesetzt. Der Aufbau dieser sehr leichten und dennoch ausreichend biegesteifen ›Sandwichplatten‹ mit zwei dünnen Deckschichten, dazwischen eingeleimt wabenartige Strukturen aus Aluminiumfolie, Aluminium-Stegprofilen, stabilisierten Gespinstfäden oder Papierwaben erfordert modifizierte Kanten-Anleimverfahren.

IMA bietet zwei Verfahren zur sicheren Verklebung der Kante mit den Deckschichten dieser Werkstoffe sowohl für die Stationärtechnik wie Durchlauftechnik an. Weiterhin kann die Mittellage so präpariert werden, dass die Kante genügend Festigkeit hat, um Beschläge sicher zu befestigen zu können.

 

 

IMA Foam-Glue Verfahren

Das IMA-Foam-Glue-Verfahren verzichtet beim Bekanten von Sandwichplatten auf die Blindkante und sorgt durch Hinterschäumen für die Verbesserung der Haltbarkeit der Dekorkante und deren Stabilität. Spezielle Kunststoffschäume füllen die Hohlräume im Randbereich, Sensoren erfassen die Struktur der Mittellage und regeln den Füllungsgrad, damit nicht durch Überfüllung das Kantenband bombiert wird und die Verklebung abreißt. Für die eigentliche Verklebung von Dekorkante und Deckschicht kommen angepasste Kleber zum Einsatz, teilweise muss dazu die Deckschicht speziell vorbehandelt werden. Kleber, Kantenband und Kunststoffschaum lassen sich an die Forderungen, z.B. nach einem speziellen Brandverhalten oder hygienischen Forderungen anpassen.

 

IMA Blindkanten-Technik

Zunächst wird die Mittellage soweit ausgefräst, dass eine zirka 3 mm dicke Blindkante eingeleimt werden kann. Ausreichend dicke Deckschichten werden beim Ausfräsen gefälzt. Beim Bekanten der Sandwichplatte wird die Blindkante in Kleber eingebettet und bietet für die nachfolgend angeleimte Dekorkante einen soliden Untergrund. Spezielle IMA-Aggregate sorgen für eine rationelle Fertigung. Blind- und Dekorkante können in einem Durchlauf appliziert werden.

Werden besondere Anforderungen an die Festigkeit der Plattenstirnkante gestellt, z.B. bei Befestigung von Beschlägen oder Scharnieren, kann statt der Blindkante auch eine breite Leiste eingeleimt werden. Ebenfalls können Bauteile, die als Böden seitlich in Gestellen befestigt werden sollen oder als Schrankseiten/-böden mit Montagebeschlägen verbunden werden, so rationell gefertigt werden.

 

Bearbeitung von Leichtbau-Platten im Video

Bekantungstechnologie für rahmenlose Leichtbauplatten für Längs- und Querbearbeitung mit 2 Combima Maschinen

 

 

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